Steffen & Gunnar
Unser Vereinsvorsitzender Gunnar Unger (rechts)
mit Steffen Friedrich bei einem Hilfseinsatz in Polen


Stefan Kehr in unserem Büro
im Lößnitzer Bürgerhaus




Frauen1
Hier werden sämtliche Hilfsgüter sortiert und verpackt.

Frauen2
... und hier auch.





Michael Unger bei der Erstellung einer Ladeliste






Derzeit haben wir 2-3 festangestellte Mitarbeiter. Gunnar Unger und Stefan Kehr arbeiten als Sozialarbeiter seit 1998 vollzeit beim “Christlicher Hilfsverein Hoffnungsfunken e.V.” Beide haben “Spenderkreise”, die durch Daueraufträge und Einmalspenden die monatlichen Bruttogehälter sichern. Die Spenderkreise werden von den beiden Mitarbeitern regelmäßig über ihre Arbeit und finanzielle Situation informiert. Die Aufgabengebiete der 2 Sozialarbeiter reicht von schriftlichen Arbeiten über Besuchsdienste bei alten und kranken Menschen bis hin zur Vorbereitung und Durchführung der Hilfseinsätze.

Michael Unger & Steffen Friedrich arbeiten seit einigen Jahren als Lagerarbeiter in Thierfeld, Lößnitz und Aue. Diese Anstellungen waren bisher leider immer befristet, da sämtliche Lohnkosten durch Förderprogramme getragen wurden, oder zweckgebundene Spenden für diese Mitarbeiter eingesetzt werden konnten. Eine dauerhafte Weiterbeschäftigung ist ebenfalls nur mit einem entsprechenden "Spenderkreis" möglich. Dieser existiert derzeit allerdings noch nicht in ausreichendem Umfang. Michael & Steffen arbeiten in unseren Lagerräumen an der Aufbereitung und Verpackung von Hilfsgütern und eventuellen Reparaturen von Haushaltgeräten.

Da wir den persönlichen Kontakt zu den Hilfsbedürftigen suchen und diesen alle Güter persönlich übergeben, ist ein enormer Arbeitsaufwand erforderlich. Es wird Kleidung sortiert, repariert und z.T. gewaschen und getrocknet. Am Ende des Arbeitsprozesses stehen handliche Pakete mit einer Grundausstattung für die jeweilige Person. Also alles von den Socken bis zur Mütze nach Größe und Alter sortiert in einem Paket. Diese Arbeit wird vorrangig von unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern getan. Dazu zählen insbesondere folgende Frauen: Hanni Mehlhorn, Ruth Kehr, Marianne Pommer, Johanna Schmidt, Hanna Otto, Regina Wendler, Angela Wollrab, Christine Rosenbaum, Edith Höfer, Luise Kluge, Christel Merk uvam. Da auch etwas Spaß bei jeder Arbeit dabei sein muß, hat Roselene Becher mit folgendem Gedicht die Arbeit der Frauen in Thierfeld beschrieben

Betrachtungen zu einem "Arbeitstag" in Thierfeld

Jeden Montag früh halb achte,
manche schlafen da noch sachte
kommt der Gunnar - das ist fein -
sammelt seine Rentner ein.

Durch die AWG in die Lessingstraß‘ hinein
läd‘ er Roselene, Hanni und die Christa ein.
Die Weiterfahrt wird durch den Hartensteiner Wald gewählt
dabei werden die Ereignisse der vergangenen Woche erzählt.

Da geht es vom Kochen, Backen und Braten
übers Einkaufen, Enkel betreuen bis zum Krampf in den Waden.
Man könnt‘ fast denken, die sind alleine die drei, man könnt‘ es fast schwören,
denn von Gunnar ist nicht viel, manchmal gar nichts zu hören.

Er wird sich wohl denken, laß‘ sie quatschen immerzu,
in Thierfeld ist die Fahrt zu Ende, da hab‘ ich meine Ruh!
Schnell sind wir am Ziel, in Thierfeld hurra,
wir sind die Ersten,die Auer sind noch nicht da.

Doch kaum haben wir Licht gemacht und die erste Wäsche abgenommen,
ist der “Transport” aus Aue auch schon angekommen.
Ingrid keucht die Treppe hoch, mit viel Müh‘
denn ohne paar Taschen kommt sie nie.

Im Gegenteil, es kommen noch paar Beutel hinterher
und wer trägt die? – Unser immer fröhlicher Stefan Kehr.
Weil Ingrid die Arbeit am Montag noch nicht reicht,
hat sie zu Hause “besondere Flecken” eingeweicht,

eine kaputte Reisetasche zum Schuster gebracht
und dies und jenes noch so gemacht.
Christa hat Wolle mit in den Garten genommen,
zwei Strickjäckchen für Rumänien sind dabei zustande gerkommen.

Hanni hat Kleidungsstücke wieder mitgebracht,
die hat sie vergangene Woche wieder brauchbar gemacht.
Roselene hat auch schon Gestricktes abgegeben,
aber im Moment erweckt sie lieber Puppen zu neuem Leben.

Noch eine fehlt im Bunde - da kommt sie ja,
die Hanna von nebenan – jetzt ist sie da.
Sie hat einen Stapel Bettwäsche mitgebracht,
die hat sie vergangene Woche mit ihrer Mutter wieder salonfähig gemacht.

Da ist noch einer da, ich könnt es fast schwören,
man kann ihn zwar sehen, aber fast nie hören.
Ach ja, er bringt viele Sachen die Treppe rauf getragen,
ich glaub‘ er heißt Micha, ich wird‘ ihn mal fragen.

Nun geht’s an die Arbeit, das wär‘ doch gelacht,
mal wird hier sortiert und gestapelt, mal Päckchen gemacht,
genäht und gebügelt und vieles mehr,
mal ist das Regal voll, mal ist’s wieder leer.

Manchmal gibt es Rufe, wollt‘ ihr mal sehn?
Da ist ein Unterrock und‚ ne Hose von 1910.
Aber es gibt auch viele schöne Sachen,
die werden in Rumänien bestimmt große Freude machen.

Wir haben auch Pausen, dann wird mal gelacht,
ohne Spaß hat die Arbeit nie Freude gemacht.
Geht der Tag zu Ende, sind wir manchmal geschafft,
ein Tässchen Kaffee zu Hause gibt wieder Kraft.

Nächsten Montag ist die Müdigkeit bestimmt wieder weg,
dann wollen wir wieder helfen – für einen guten Zweck.

Roselene Becher